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Auszeichnung mit der „Luise Schröder Medaille“

Ralf Wiegand, Gesa Shira Ederberg & Ich

Heute wurde Gesa Ederberg durch unseren Präsidenten Rolf Wiegand, mit der Luise Schröder Medaille ausgezeichnet.

Sie steht dafür, die Meinungen anderer zu akzeptieren, zu tolerieren und gemeinsame Wege auch im Glauben einzuschlagen, heißt es in der Presseerklärung. Sie engagiert sich bereits seit vielen Jahren für eine friedlichere, tolerantere und offenere Welt. Das zeigt sich nicht zuletzt in den von ihr angestoßenen Initiativen. So gründete die Rabbinerin 2002 den "Masorti-Verein zur Förderung der jüdischen Bildung und des jüdischen Lebens" in Berlin, in dessen Prinzipien es heißt: "Zur Vielfalt der Schöpfung gehören unterschiedliche sexuelle Orientierungen, Geschlechteridentitäten und Familienformen." 2018 eröffnete die Masorti-Grundschule in Charlottenburg-Wilmersdorf. Mit der Idee einer Drei-Religionen-Kita, die Ederberg derzeit zusammen mit anderen Frauen umsetzt, schafft sie einen besonderen Mehrwert für Berlin: Jüdische, muslimische und evangelische Kinder werden hier gemeinsam eine universelle Welterziehung erfahren. Im Jahr 2021 soll die Kita eröffnet werden.

Auf Grund der Corona Auflagen konnte die Preisverleihung nur im kleinen Rahmen stattfinden, aber das hat uns nicht gestört. Wir hatten zu Dritt einen regen Austausch mit Anekdoten aus unserem Leben, ich muss sagen eine wirklich interessante Frau, wir haben uns verabredet für nach Corona, ich freue mich drauf, Eure Ines

Woher kommt diese Initiative eine Frau mit solch einer Medaille auszuzeichnen?

Die Louise-Schroeder-Medaille wurde 1998 auf Anregung von Parlamentarierinnen des Abgeordnetenhauses von Berlin gestiftet. Durch die Medaille soll das Gedenken an eine Persönlichkeit aufrecht erhalten werden, die sich als Parlamentarierin und spätere Oberbürgermeisterin Berlins große Verdienste um die Stadt erworben hat.

Bis zum Jahr 2002 wurde die Louise-Schroeder-Medaille auf Vorschlag des Präsidiums des Abgeordnetenhauses durch den Regierenden Bürgermeister verliehen.
Da es in den Jahren 2001 und 2002 zu parteipolitischen Auseinandersetzungen um die Verleihung der Medaille kam, wurde das Verfahren 2003 auf Vorschlag des Abgeordnetenhauses von Berlin verändert und das Stiftungsrecht vom Regierenden Bürgermeister auf das Abgeordnetenhaus übertragen.

Seitdem wird die Medaille alljährlich zum 2. April – dem Geburtstag Louise Schroeders – durch den/die Präsidenten/in des Abgeordnetenhauses von Berlin verliehen. Die vom Präsidium des Abgeordnetenhauses zu treffende Entscheidung wird nunmehr durch das Kuratorium „Louise-Schroeder-Medaille“ vorbereitet, das sich aus VertreterInnen aller im Abgeordnetenhaus vertretenen Fraktionen sowie aus nicht dem Parlament angehörenden Mitgliedern zusammensetzt, wobei die parlamentsfernen Mitglieder die Mehrheit in diesem Gremium haben. Dieses neue Verfahren hat sich bis heute sehr bewährt.